"84, Charing Cross Road" von Helene Hanff

14.04.2016 10:14

„84, Charing Cross Road“ ist der Briefroman, der immer erwähnt wird, wenn man Lektüre für Bücherfreunde sucht. Das war für mich Grund genug mir dieses schmales Büchlein über Tauschticket anzufragen. Meine Ausgabe ist schon etwas älter und beim Hoffmann und Campe Verlag 2002 erschienen. Mit 180 Seite ist es auch sehr schnell gelesen. Die heutige Ausgabe ist beim Atlantik-Verlag erhältlich 

Inhalt:
Die amerikanische Schriftstellerin Helene Hanff wendet sich mit einer Anfrage für antiquarische Bücher an das Antiquariat 84, Charing Cross Road in London. Aus diesem ersten Briefwechsel entsteht eine Freundschaft die über Jahre andauern sollte. Der Inhalt ihrer Briefe: Die Liebe zur Literatur.

Meine Meinung:
Beim Beginn dieses Buches habe ich mir ein Buch voller Liebe zur Literatur und Leseempfehlungen erhofft. Das der Briefroman auf realen Briefen zwischen Helene Hanff und des Antiquariats in 84, Charing Cross Road, beruht hat für mich das Lesen noch interessanter macht.
Leider wurde ich sehr schnell eines Besseren belehrt. Bücherempfehlungen gab es für nicht wirklich, vielmehr betont die Auftraggeberin immer wieder sie möge keine Romane und lese größtenteils Gedichte.
Nach einigen Briefen wird sehr schnell deutlich das sich das Hauptthema um die Veränderungen der politischen Situation in London dreht.
Grade die Briefe der Autorin sind sehr lebendig und zeichnen ein gutes Bild der Absenderin. Die Briefe des Antiquariats sind eher sachlich verfasst und eher kurz. Meistens verfasste diese Briefe der Mitarbeiter Frank, aber schon bald mischen sich auch andere in das „Gespräch“ ein.
Leider sind über die Jahre Briefe verloren gegangen, dadurch bleibt so mancher Themenstrang für den Leser unbeantwortet.

„84, Charing Cross Road“ bietet beim Lesen ein, zwei gemütliche Stunden. Für mich persönlich ist es kein Buch für Bücherfreunde, aber nett zu lesen.

 

Links zum Buch:
Atlantik Verlag: „84, Charing Cross Road
Amazon: „84, Charing Cross Road