Berlin wird zur Zeilenhauptstadt

#BloggerfuerFlüchtlinge *Spezial*

29.08.2015 13:50

Hallo ihr Lieben,

die Initiative Blogger für Flüchtlinge wurde von den Bloggern Paul Huizing, Klara Paul, Nico Lumma und Stevan Paul ins Leben gerufen. Aus unterschiedlichen Themenbereichen kommen Blogger zusammen um ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenhass zu setzen. Ihr könnt mit Geld oder Sachspenden in eurer Stadt helfen. Aber auch eure Meinung hilft, diese könnt ihr unter dem Hashtag #BloggerfuerFluechtlinge posten.

Überall in Deutschland kommen Menschen zusammen um gegen Flüchtlingsheime und Migranten zu demonstrieren. Die Polizei ist im Dauereinsatz, Brandsätze fliegen über die Zäune in die Heime. Menschen, die vor dem Schlimmsten geflohen sind, was einem Menschen passieren kann, kommen unter Menschenunwürdigenbedingungen nach Deutschland, weil sie sich Frieden und ein halbwegs normales Leben erhoffen. Was sie in dem doch angeblich, so aufgeklärten Deutschland vorfinden ist Hass, Gewalt und Wut. Haben das diese Menschen verdient? 

Immer wieder frage ich mich haben die Deutschen überhaupt irgendetwas aus ihrer geschichtlichen Vergangenheit gelernt? Es ist beschämend zu sehen wie Eltern ihre Kinder auf rechte Demos mitschleppen. Wie oft hört man in diesem Zusammenhang den Satz: „Es ist gar nicht Rechts, sie vertreten nur meine Meinung.“? Leider sehr viel häufiger als mir lieb ist. Solche und noch andere Sätze machen mich wütend und bringen mich zum Kotzen. Finde ich solche Posts auf einen meiner Sozialmediaseiten wird dieser Kommentarlos gelöscht und gemeldet.

Deutschland ist ein Land, das sich mit Persönlichkeiten schmückt, wo viele selber einen Migrationshintergrund haben. Beispiele sind Immanuel Kant (Philosoph) ist gebürtiger Pole, Sigmund Freud (Entwickler der Psychoanalyse) ist im heutigem Tschechen geboren, Rosa Luxemburg (Vertreterin der deutschen Arbeiterbewegung) ist in Polen geboren. Diese Liste ließe sich noch beliebig lang fortführen. Und zeigt das Deutschland zu fast jeder Zeit immer Menschen mit Migrationshintergrund aufgenommen hat, nicht wenige waren davon „Flüchtlinge“.
Aber was bedeutet eigentlich das Wort „Flüchtling“: Der Duden definiert es wie folgt: „Person, die aus politischen, religiösen, wirtschaftlichen oder ethnischen Gründen ihre Heimat eilig verlassen hat oder verlassen musste und dabei ihren Besitz zurückgelassen hat“. Vielleicht sollte diese Definition uns auch mal zu der Überlegung führen, wie würde es einem reichen verwöhnten Deutschen in einem Land gefallen, in dem Krieg an der Tagesordnung ist, die Menschen an Hunger und elenden Krankheiten sterben und sie ihr ganzes Geld an korrupte Schleuserbanden verlieren, die wenn sie wollen auch noch die Familien, sofern sie bis dahin überlebt haben, ermorden. Ihr Fremdenhasses und Rassisten sieht so euer Traumland aus?

Meiner Meinung nach sind es nicht die Menschen, die vor dem Unrecht ihrem Heimatland nach Deutschland flüchten, sondern die Politik und die Bildung, die hier völlig aus dem Ruder laufen. Ich wünsche mir für Deutschland eine Regierung, welche Menschen aus anderen Ländern, Kulturen und Religionen unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung und Hautfarbe, als Geschenk sieht. Als eine Chance einen Ort zu schaffen, wo einfach nur noch Menschen leben. Für die Menschen, ihre Energie unnötigerweise an den Wohnstätten auslassen oder ihre dunklen Ansichten, an ihre Kinder weiter geben, den wünsche ich ein Erlebnis, das ihre Meinung zum Einsturz bringt. Ich wünsche mir ein buntes und offenes Deutschland.

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