Buchbindungen ein ganz eigenes Kapitel

13.11.2015 13:47

Hallo ihr Leseratten,
ich mag euch heute über ein Thema berichten, das mich in letzter Zeit viele Nerven gekostet hat. Ich rede hier von schlecht gemachten Buchbindungen, egal ob Hardcover, Softcover oder Taschenbuch.
Kennt ihr das Gefühl ihr lest in einem neu erworbenen Hardcover, und beim blättern hört ihr es knarzen und knacksen? Ein Geräusch bei dem mir sich alle Zehnnägel zusammen rollen, und dann noch der Blick auf den Buchrücken, oh Schreck das Buch löst sich aus seiner Bindung, trotz extrem vorsichtig lesen, nicht zu weit aufschlagen und mit Samthandschuhen blättern.

Aber nicht nur gebundene Bücher leiden unter diesem Phänomen, sondern auch der Rücken von Taschenbüchern und Softcovern ist oft viel zu dünn verklebt, grade bei dickeren Exemplaren führt das dazu das sie allein vom Stehen/liegen (ohne aufgeschlagen wurden zu sein) fiese Leserillen bekommen und der Rücken rund ist. Beim Aufblättern zeigt sich dann, das man froh sein kann, wenn das Buch das erste Lesen übersteht ohne das einem die Seiten entgegenfallen.
Mich als Leser ärgert es sehr das meine Bücher nach dem ersten lesen so fertig aussehen, obwohl ich schon jegliche Vorsichtsmaßnahmen treffe damit es meinen Büchern beim Lesen gut geht, am liebsten mit Schutzumschlag und einem Kissen um die Bücher zu unterfüttern, damit ich das gute Stück nicht bis ultimo aufschlagen muss. Das weitere was mir aufgefallen, das die Bücher mit schlechter Bindung alle aus dem Radom House Verlag stammen und erst in den letzten zwei, drei Jahren entstanden ist. Ich meine damit auch alle Verlage die zur Random-Verlagsgruppe gehören. Schlecht gemachte Bindungen sind natürlich ein Möglichkeit für einen Verlag Geld zu sparen, und mehr Gewinn einzufahren, den die Buchpreise sind nicht gesunken, eher tendenziell gestiegen.
Voreiligen Jahren hatte ich als Leser noch das Gefühl, das nur Bücher als Hardcover rauskamen, von denen der Verlag überzeugt ist das es ein Bestseller wird. Aber heute gibt es erst ein Hardcover, wenn die ersten drei Bücher ein Bestseller im Taschenbuchformat geworden sind, dann kommt manchmal noch der Zwischenschritt Softcover. So kann der Buchkäufer in der Buchhandlung schnell ausmachen wie stark der Verlag hinter jedem Buch steht. Und um so weniger Rückhalt das Buch bekommt, um so weniger bekannt ist es dann auch. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, die berühmteste Ausnahme ist wohl Sebastian Fitzek.
Wenn ich das alles hier so schreibe dann frage ich mich wieso liebe Verlage versucht ihr eure Leserschaft so zu lenken? Wieso gebt ihr nicht jedem Buch die Chance das beste des Lebens zu werden. Ohne das Bindung und Machart auf Erwartungen schließen lassen?