Berlin wird zur Zeilenhauptstadt

"Der Engelsbaum" von Lucinda Riley

22.03.2015 11:50

"Der Engelsbaum" von Lucinda Riley ist mein zweiter Roman, den ich gelesen und nicht nur gehört habe. Der Roman ist im Dezember 2014 auf deusch bei Goldmann erschienen und ist 614 Seiten (ohne Leseprobe) dick. Das Original schrieb die irische Autorin bereits in den 90-zigern.
 

Inhalt:
Vorweg muss ich sagen, dass es mir bei diesem Roman besonders schwer fällt den Inhalt zusammen zu fassen. Da ich finde, dass die Inhaltsangabe den eigendlichen Hauptcharakter verschweigt. Ich versuche es jetzt einfach mal:
1985: Greta betritt zum erstenmal seit 30 Jahren das Landgut Marchmont in Wales, das ihr mal ein Zuhause gewesen ist. Durch ein tragisches Ereignis kann sie sich jedoch nicht mehr an diesen Abend erinnern und an alles was vorher in ihrem Leben passiert ist. Als sie bei einem Winterspaziergang auf das Grab von Jonny trifft, beginnt ihre Erinnerung wiederzukehren. Sie beginnt ihrem Leben vor dem schicksalhaften Ereignis auf den Grund zu gehen. Welche Rolle spielen die Zwillinge Jonny und Cheska? Warum verlor Greta ihr Gedächtnis?

Meine Meinung:
"Der Engelsbaum" spiel auf mehreren Zeitebenden, das Grundgerüst (Gegegenwart) spielt 1985 an Weihnachten in Marchmont. Wir tauchen mit Greta in ihre verschütten Erinnerungen ein. Und erleben so durch Erzählungen, die Geschichte Gretas, die ab dem Jahr 1945 erzählt wird. Der zweite Teil ist Cheskas Geschichte und beginnt mit dem Jahr 1956. Der letzte Teil ist Ava zu zuordnen und spielt 1980. Aber immer wieder wird auf den Weihnachtsabend 1985 zurück geführt, wo Greta die ganze Geschichte erfährt. Die einzelnen Teile sind zu Beginn immer mit Ort, ggf. Name und Jahreszahl gekennzeichnet. 
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und fliegt oft nur so dahin und es wird aus der Innensicht der grade handelnde Person erzählt. Obwohl zu sagen muss das mir der zweite Teil vom Buch schreibstilmäßig etwas besser gefallen hat. Dies liegt vielleicht daran, das die Übersetzerinnen in der Mitte des Buches gewechselt haben. 
"Der Engelsbaum" ist ein frühes Werk von Lucinda Riley, das schlägt sich auch im Handlungsverlauf wieder. So ist man als Leser sehr an die handelnden Personen gebunden, dies geht oft auf das aktuelle Zeitgeschehen.  Was mich etwas gestört hat ist das nicht Greta Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist, sondern Cheska, die ich als sehr nervig und verwöhnt empfand. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, sonnst würde ich spoilern. Dies ist vielleicht auch der Grund warum ich den Roman teilweise so vorhersehbar fand. Mir fehlen die Überraschungsmomente, die ich von der Autorin gewöhnt bin.
Mein Fazit zu "Der Engelsbaum" es ist neben dem Roman "Das Mädchen auf den Klippen" eins das schlechteren Bücher der Autorin. Es ist auf keinen Fall schlecht, aber halt nicht so gut wie "Der Lavendelgarten" oder "Das Orchideenhaus". Für alle die mal ein Buch von Lucinda Riley lesen möchten, empfehle ich mit dem Orchideenhaus zubeginnen. Aber alle die wie ich bereits Lucinda Riley für sich entdeckt haben, sollten sich mal den Engelsbaum näher ansehen.

 

Links zum Buch:
Goldmann: Der Engelsbaum
Amazon: Der Engelsbaum

Weitere Bücher von Lucinda Riley, die ich erwähnt habe:
Das Orchideenhaus
Der Lavendelgarten 
Das Mädchen auf den Klippen

 

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