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"Der gestohlene Sommer" von Lauren Willig

14.04.2015 19:25

"Der gestohlene Sommer" zog durch eine Leserunde auf lovelybooks bei mir ein. Von Anfang an war ich sehr gpsannt auf die Leserunde und auf den Roman. Dieser erschien im Wunderlich Verlag. 

Inhalt:
Julia erfährt überraschend von einer Hauserbschaft in London. Sie ist alles andere als begeistert, enschliest sich jedoch das Haus zu verkaufen. Um dies in die Tat umsetzen zu können fährt sie nach London und räumt das Haus aus. Dabei entdeckt sie hinter einer alten Schrankwand ein einhundertfünfzig Jahre altes Gemälde. Was hat das Gemälde mit ihrer eigenen Familiengeschichte zu tun? Sie beginnt sich für ihre eigene Vergangenheit zu interessieren und beginnt sich mit dem Unfalltod ihrer Mutter auseinander zu setzen. 

Meine Meinung:
Zuerst möchte ich anmerken, dass ich bei dem Cover und bei den Klappentexten etwas anderes erwartet habe, vor allem etwas was mit Sommer zu tun hat und mit etwas mehr Leichtigkeit. Der Roman "Der gestohlene Sommer" spielt auf zwei Zeitebenen. In der Gegenwartsebene im Jahr 2009, hier wird Julias Geschichte beschrieben, und in den 1840er Jahren, größtenteil 1849. Dort wird die Geschichte von Julias Vorfahren Imogen beschrieben. Wie man sich vllt denken kann, ist dies die Frau, die auf dem entdeckten Gemälde zu sehen ist. 
Beide Geschichten lassen sich unabhängig voneinander lesen und sind nicht wirklich ineinander verwoben. Zwar stellt Julia Nachforschungen über das Gemälde und den Maler an, ist aber größtenteil mit ihrer eigenen Gegenwart und Gedanken beschäftigt, so das es eher wirkt als ob sie die Geschichte von Imogen eher zur Kenntnis nimmt aber nicht wirklich daraus lernt. Beide Geschichten, sowohl Imogens als auch Julias, sind Einzelln betrachtet unglaublich iteressant und spannend. In Julias Geschichte dreht es sich um ihre gegenwärtige Situation und Lage und darum, wie es weiter gehen soll und was damals mit ihrer Mutter geschehen ist. Imogens Geschichte wird aus der Perspektive von ihr selbst und von der Sicht des Malers Gaven Thorne beschrieben. Es beschreibt die Sehnsucht einer jungen Frau, die viel zu früh geheiratet hat, nach Wärme und Liebe. Die beiden Geschichten werden fortlaufend in Abschnitten in den jeweiligen Kapiteln erzählt, die mit dem jeweiligen Ort und passender Jahreszahl überschriebe sind. Besonders gut gelungen fand ich, dass der jjeweilige Zeitabschnitt seine eigene Sprache hatte. Imogens Geschichte wurde fast im Stil von Jane Austen erzählt, dies lies leider zum Ende hin etwas nach :(. Und natürlich wurden Julias Erlebnisse im gegenwärtigem Sprachstil berichtet.
Ein dicker Minuspunkt war für mich der laufende Stilwechsel. Hatte ich mich gerade eingelesen, wurde er auch schon wieder gewechselt, was meinen Lesefluss deutlich behinderte. Auch für das Buch war es nicht förderlich. Es wirkte mehr gewollt als gekonnt. Die eigentliche Verbindung, um die es laut Klappentext gehen sollte, um die Verindung der Frauen innerhalb der Familiengeschichte, rückte dadurch stark in den Hintergrund, so das eigentlich nur noch zwei einzellne Geschichten übrig blieben, die nur sehr entfernt etwas miteinander zu tun haben - SCHADE!
"Der gestohlene Sommer" ist ein leicht historischer Roman für zwischendurch, von dem man jedoch nicht allzu viel erwarten darf.

 

links zu dem Buch: 
Wunderlich Verlag: Der gestohlene Sommer
Amazon: Der gestohlene Sommer
Leserunde lovelybooks: Der gestohlene Sommer

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