Die Füchsin und die Sterne

24.04.2016 14:22

Liebe Bücherfreunde,

was haben eine Füchsin und Sterne gemeinsam? Ganz einfach sie erzählen uns ihre Geschichten. 

Es war an einem Donnerstagabend, in einer nicht allzu fernen Buchhandlung mit dem geheimnisvollen Namen Ocelot, not just another bookstore. Einen verwunschenen Ort voller Geschichten für große und kleine Buchweltenentdecker. 

An diesem Abend las uns die Geschichtenerzählerin Sabine Scholl aus ihrem neuen Buch „Die Füchsin spricht“ vor. Die Buchhandlung Ocelot begrüßte seine Gäste mit einer kleinen Anekdote, wie es zu diesem Abend gekommen ist. Geleitet wurde der Abend nun von Alexander Weidel, dieser geht der Berufung Lektor, im Verlag Secession nach. Mit seinen Fragen führte er den Zuhörer durch einen schönen Abend, dabei wirkte er etwas nervös. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte, in der dem geneigten Zuhörer die handelnden Personen vorgestellt werden. Nun las Sabine Scholl recht lange aus ihrem neusten Werk. Einer Geschichte in der es um große und kleine Katastrophen, um Natur- und menschliche Katastrophen geht und der Frage was kommt danach?
In verschiedenen Handlungssträngen wird uns die Geschichte von Toni Meyringer, ihrer in Trümmern liegenden Familie, von ihren Freunden und Bekannten erzählt Es wird von Reaktorkatastrophen, einer Leistungsdruckgesellschaft und der Sehnsucht nach Nähe erzählt. Ebenso unterschiedlich wie die Handlungsstränge sind auch die Handlungsorte, es geht vom fernen Japan, nach Österreich über die brandenburgische Uckermark. 

Die etwas distanzierte Lesart, passte sehr gut zum vorgetragenen Inhalt. So wurde dem Zuhörer die fehlende Zuneigung und Nähe sehr Bewusst.
Mit den vorgelesen Stellen wurde eine Gesprächsrunde angeregt, die sich mit den Themen Japan und dessen Umgang mit der Fukushima Katastrophe. Aber auch der Umgang mit der Leistungsdruckgesellschaft, insbesondere für Frauen war ein Thema, welches das gemischte Publikum sehr interessierte. Und selbstverständliche wurde auch darüber gesprochen wie Skype unsere heutigen Kommunikation verändert hat. Eine Lesung die mich sehr neugierig auf den Roman gemacht.
Und für Alle die, das Ocelot noch nicht kennen, die sollten schnellstens diesen schönen Bücherort aufsuchen. Es war wieder ein toller Abend - Danke, ich freue mich auf den nächsten Besuch.

 

Am Samstagabend erzählten mir die Sterne eine Kriminalgeschichte. Um die Sterne erzählen zuhören müsst das Planetarium am Insulaner besuchen. Zweimal im Jahr findet dieses statt, jedes Wochenende im April und jedes Wochenende im Oktober. Von Märchen über Science Fiction bis zu Krimis kann man verschieden Geschichten lauschen. Das Internet und Radioeins kündigen immer vorher an was gespielt. Oft werden recht alte aber gut gemachte Hörspiele gespielt und dabei können die Sterne beobachtet werden. Einfach sehr, sehr entspannend. Mit dem Obolus 8 Euro (ermäßigt 6 Euro) ist das Ganze durchaus sehr erschwinglich. Gestern hörte ich die Geschichte „Der Geschichtenerzähler“ von Patricia Highsmith. Über den Inhalt möchte nichts sagen, da es am besten wirkt, wenn man sich ohne Vorwissen drauf einlässt. Für ein sehr anderer Krimi, welchen ich gerne noch einmal lesen möchte.

Das Hörspiel wird durch eine kurze Pause von etwa 20 Minuten unterbrochen.
Die Sterne erzählen tolle Geschichten, beim Radioeins Hörspielkino unterm Sternenhimmel. Aber Achtung je bekannter das Hörspiel ist und je schlechter das Wetter, umso voller ist es unterm Sternenhimmel.

 

Allen Buch- und Geschichtenliebhabern möchte ich beide Tipps wärmstens ans Herz legen.

Eure Uli

 

Links zum Beitrag:
Ocelot: Homepage
Secession Verlag für Literatur: „Die Füchsin spricht
Radioeins: Hörspielkino unterm Sternenhimmel
Sternwarte am Insulaner: Homepage