Berlin wird zur Zeilenhauptstadt

„Die Schattenbande legt los!“ von Gina Mayer und Frank M. Reifenberg mit Illustrationen von Gerda Raidt

20.09.2015 19:40

Es ist gar nicht so einfach an den ersten Teil der Kinderkrimireihe „Die Schattenbande“ ran zu kommen. Ich habe es mir gestern aus einer Bibliothek ausgeliehen. Besonders das der Krimi im Berlin der 20 ziger spielt hat mich sehr gereizt. So nahm ich mir heute das Buch zum Lesen vor, das 240 Seiten starke Buch ist bei Bloomoon erschienen.

Inhalt:
Klara, Paule, Otto und Lina leben im Berlin der 20 ziger Jahre. Sie verdienen sich ihren Lebensunterhalt durch kleine Taschendiebstähle, haben keine Eltern und kein Zuhause. Als Otto eines Tages verdächtigt wird die Großfürstin umgebracht zu haben, muss die Schattenbande handeln. Was in aller Welt haben die „Tränen der Zarin“, Soljanka und eine schwarze Katze mit dem Allen zu tun? Die vier Schatten ermitteln.

Meine Meinung:
Ein Kinderkrimi, der mich sehr an den Klassiker „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner erinnert hat. Klara, Otto, Paule und Lina sind die typischen Kinder ihrer Zeit, zumindest auf dem ersten Blick. Sie begehen kleine Diebstähle um zu Überleben. Und alle vier Kinder sind sehr kühl, die Welt scheint sich nur um sie zu drehen, alle Erwachsenen erschienen mir beim Lesen dubios. Was mir irgendwie so gar nicht behagte.
Das Setting Berlin zur Zeit der goldenen 20 ziger ist besonders interessant, besonders da immer wieder historische Ereignisse angesprochen werden, lernt man als kindlicher Leser noch etwas Neues. Aber manchmal waren mir aber die Ereignisse etwas zu geschichtlich für junge Leser, ein Beispiel mag ich nicht nennen, da ich nicht Spoilern will.
Die Grundidee ist nicht neu bringt aber doch immer wieder eine Nostalgie mit sich, die Treffsicher ist. Um sich dann doch von ähnlichen Büchern abzuheben gab es einen Handlungstrang, der sehr mystisch angelegt war und sich für mich nur schwer mit der Hauptstory vereinen lässt. Was ich meine müsst ihr jedoch selber lesen ;-) . Für mich hat es das Buch etwas zerstört.
Neben dem lustigen und flüssigen Schreibstil, der die Figuren auch mal berlinern lässt, müssen auch die super schönen Illustrationen positiv erwähnt werden muss. Die Zeichnungen sind klassische Bleistiftzeichnungen, die dabei sehr realistisch sind und kindergerecht. Manchmal sind sie groß, manchmal klein, aber sie machen das Buch viel lebendiger. Da mich das Buch nur mittelmäßig überzeugen konnte, werden die nächsten Teile wohl als Hörbuch gehört.

„Die Schattenbande legt los!“ ist ein Kinderkrimi, für alle Berliner Gören ob Groß oder Klein, aber auf jeden Fall sollte das Buch zusammen genossen werden, um eventuell aufkommende Fragen beantworten zu können. Vielleicht läd es auch zu kleinen Streifzügen durch Berlin ein. Für alle die nicht aus der Hauptstadt kommen, können mit der Karte vorne drin ist imaginär auf Entdeckungsreise gehen. 

 

Links zum Buch:
Bloomoon (arsEdition): "Die Schattenbande legt los!"
Amazon: "Die Schattenbande legt los"

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