Die Woche der mittelmäßigen Bucherlebnisse

01.11.2015 14:37

Meine lieben Leseratten,
irgendwie war meine Woche nicht grade die tollste Woche der Welt. Aber auch hier gilt Ausnahmen bestätigen die Regel. Meine absolut tolle Ausnahme war das liebe Päckchen von der lieben Christine Lawens, mit Kleinigkeiten von der Frankfurter Buchmesse, wer mich auch Facebook, Twitter oder Instagram verfolgt, hat es vielleicht gesehen. Vielen, vielen herzlichen Dank liebe Christine.

Sowohl Privat als auch Literaturtechnisch war meine Woche dann nicht so gut. Aber ich möchte euch hier nur von meinem Erlebnissen rund um Bücher berichten. Wie ich bereit in meinem letzten Blogpost berichtet habe, nahm ich am Mittwochabend an der Lesung zu „Fieber am Morgen“ von Péter Gardos. Sehr gespannt nach der Sendung das literarisches Quartett (Die Neuauflage), die dieses Buch sehr zerrissen haben. Ich bin zu der Lesung gegangen mir meine eigene Meinung zu bilden. Leider muss ich zu geben das mich das Buch während der Lesung überhaupt von sich überzeugen. Geführt wurde der Abend von der Übersetzerin des Romans, am Anfang hat sie dies auch noch sehr gut gemacht, zum Ende hin hat sie die Fragen schon fast so gestellt bzw. beantwortet, das sie nicht mehr richtig die Antworten des Autors abwartete. Das ist eine natürliche Reaktion, wenn man eine Lesereise macht und jeden Abend das selbe Programm durchzieht. Des Weiteren waren die ausgewählten Textabschnitte sehr lang und haben nicht wirklich Appetit auf das Buch gemacht, auch wenn Christian Brückner großartig liest. Aber leider war der Schreibstil nicht meins, und die erhoffte Diskussion ist auch ausgeblieben. Es scheint nur ein ganz „normaler“ Liebesroman zu sein, leider sehr losgelöst von dem historischen Zeitgeschehen, so weit ich das nach der Lesung beurteilen kann. Das Buch werde ich nicht lesen. Aber der Veranstaltungsort Konrad-Adenauer-Stiftungen werde ich mir als Ort für Lesungen merken.

 

Um über etwas positives berichten zu können, oder besser gesagt um eine Alternative zu haben. Also besuchte ich Café BilderBuch, das hatte ich mir schon länger vorgenommen und das Wetter ist so schön, das ich den Ausflug nach Schöneberg mit Vergnügen entgegen sah. Auch wenn der Bezirk Schöneberg nicht sonderlich hübsch ist, barrierefrei ist er auf jeden Fall, jedes Restaurant hat Rampen am Eingang um auch Rollifahrern den Zugang zu ermöglichen. Das Café BilderBuch war schnell gefunden. auch einen gemütlichen Platz haben wir bekommen. Aber dann kommt es, es gibt nur sehr wenige Rollstuhlplätze, der Rest des Cafés ist durch eine Stufe und durch eine Treppe erreichbar. Der Blick auf die Karte lies mich schlucken, die Preise sind nicht ganz billig, für ein kleines Kännchen losen Tee, zahlt man über 3,50 Euro, ein Stück semiguten Kuchen fast 4,00 Euro und ein kleines warmes Gericht fast 6,00 Euro, also nicht ganz billig. Und die Qualität war auch nicht grade das gelbe vom Ei, ebenso wie der leicht übellaunige Service. Aber das seltsamste ist ich und meine Begleitung haben im gesamten Café kein einziges Buch gefunden und dabei wird es damit das man sich Bücher ausleihen kann. Meine Begleitung hat in den nicht barrierefreien Räumen auch keine Bücher gefunden. Hier ist die Bezeichnung Literaturcafé wohl kaum angebracht, aber es wird im Internet als diese geführt. Seltsam, und wie ein Café aus dem Bilderbuch wirkt es auch nicht, dafür hat Service zu viele Ecken und Kanten. Ich persönlich werde kein Stammgast werden.
Die nächste Woche wird garantiert toll, warum, das erfahrt ihr nächstes Wochenende ;-)

 

Links zu dem Artikel:
Amazon: „Fieber am Morgen
Lesungsort: Konrad-Adenauer-Stiftung
Café: „Café BilderBuch"