E-Books - Segen oder Fluch?

02.02.2015 14:21

Die E-Books nehmen einen immer größeren Raum in der Buchcomunity ein. Seit etwa 10 Jahren wird das Buch auf dem Bildschirm immer beliebter und Vielfältiger. Es gibt von Comic bis zur Bibel, alles im elektronischen Format. Auch ich bin seit etwas drei Jahren dem E-Book verfallen. Immer öfter liege ich im Bett und lese das "Bildschirmbuch", vorallem deswegen, weil ich dafür kein Licht benötige und ich dies einfach nur gemütlich finde :-). Mein ursprüglicher Grund mir meinen Kindle Fire HD zu zulegen war: ich wollte ein Gerät haben auf dem meine gesammelte Schulliteratur ist, die ich gleich markieren kann und wichtige Begriffe im Internet nachschlagen kann. Und ich muss sagen das tut mein Kleiner tadellos. Nicht von der Hand zu weisen ist auch, dass es für mich als  Rollstuhlfahrer einfacher ist so manchen dicken Wälzer über den Kindle zu schmöckern.

Auch an die Bindung an den Marktführer Amazon habe ich schnell gewöhnt.  Allerdings was mir recht häufig bitter aufstößt, sind die E-Booke, welche über Amazon von Autoren selbst verlegt werden. Die sogenannten Selfpublisher gestalten ihr Buch vom Cover über den Klappentext bis hin zum Lektorat. Leider muss ich für mich sagen, das man dies bei sehr vielen E-Books von Amazon auch merkt. All zu oft sieht die Covergestaltung mittelmäßig aus, so manch ein Zusammenhang ist nicht so ganz logisch und die Klappentexte etwas verwirrend. Dies finde oft sehr, sehr Schade. Denn so manche Geschicht ist sehr gut und würde unter einem Verlag richtig strahlen. Aber stattdessen werden viele diese Bücher verheitzt, damit Amazon das schnelle Geld macht zum Nachteil von tollen "Nachwuchsautoren". Diese werden ihr Buch niemals in einer Buchhandlung in den Händen halten, da die Amazonprintausgaben in keiner Buchhandlung zu finden sein wird :-(. Selbstverständlich gibt es Autoren, die es über dieses Modell geschafft haben. Das mir bekannnteste Beispiel dafür ist Amanda Hawkins (Watersong-Reihe). Aber auch sie ist nicht mehr Self-Publisherin.
Wir freuen uns alle über billige oder gar kostenlose E-Books. Nur leider hilft dies  nicht grade den Buchhandel zu erhalten, schließlich müssen ja die ganzen Mitarbeiter auch bezahlt werden und die Werbung ist ja auch nicht umsonst.
Wie wird die Buchwelt wohl in Zukunft aussehen? Wird es eine Welt ohne Printausgaben, oder wird sich der Buchhandel den neuen Gegebenheiten anpassen? Ich bin gespannt.
Auch zukünftig werde ich einen Mix zwischen Print und E-Books lesen und ebend so gerne den Kindleshop durchstöbern. Mit der App Calibre, sie wandelt E-Books in das Kindleformat um oder um gekehrt, stehen mir ja auch noch andere E-Book-Plattformen offen :-)