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"Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken" von Sabaa Tahir

15.05.2015 12:05

"Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken" durfte ich im Rahmen einer Bloggeraktion des One - Verlages (by Lübbe)  vorab lesen. Vielen lieben Dank an den One - Verlag (by Lübbe)! Dieser Fantasyroman erschien im Mai 2015 und hat 512 Seiten.

Inhalt:
Elias und Laia leben in einer Welt der Unterdrückung. In einer Welt in der sich Laia jeden Tag aufs Neue vor der Herrschaft der Masken fürchten muss. Eine Herrschaft die ihre Familie ermordet hat und ihren Bruder gefangen hält. Um ihren Bruder zu befreien, lässt sie sich von dem Wiederstand als Sklavin in Schwarzkliff einschleusen. Elias gehört zu den Masken, er wird in Schwarzkliff dazu ausgebildet seine Maske mit Stolz und ohne Abscheu vor Brutalität zu tragen. Kann Laia ihren Bruder retten und kann Elias seinem Schicksal entgehen?

Meine Meinung:
Sabaa Tahir lässt mich bei ihrem ersten Roman mit gespaltener Meinung zurück. 
Bereits im Vorwort erzählt Sabaa Tahir, wie sie mit ihren Brüdern in der Einsamkeit der Mojave-Wüste aufwuchs. Diese Tatsache und ihre Berichterstattung aus dem Nahen-Osten, sprechen aus jeder Seite des Romans. Die Lebensbedingungen in Elias und Laias Welt erinnern sehr an die brutalen Zustände im Nahen-Osten und glänzen vor Brutalität. Die Gwalt war oftmals zu stark, dass ich das Buch mehrmals aus der Hand legen musste. Am Anfang konnte ich die Brutalität noch nachvollziehen, in der Hoffnung dass die beiden Protagonisten einen gewaltfreien Weg aus der Unterdrückung finden würden und somit eine Entwicklung zu durchleben. Ob der Autorin das gelungen ist, müsst ihr selbst lesen ;-) 

Laia war für mich eine etwas eigenartige Protagonisten, die mir mit ihrer Naivität und ihrem Mantra "Ich muss meinen Bruder retten." sehr an meinen Nerven zehrte. Elias ist mir ein wesentlich sympathischer Charakter. Er ist in der Lage sein Handeln zu rellektieren, auch wenn er sich sehr über Schwarzkliff und dessen Methoden Gedanken macht, handelt er manchmal entgegen seiner Überzeugungen, was ich ab und zu irritierend fand. Der Strang der Liebesgeschichte verlief dabei sehr zurückhaltend, aber durchaus angenehm.

Sabaa Tahier hat einen außergewöhnlichen, weichen Schreibstil. Der durch die kursiv geschriebenen Gedankengänge auffällt und die kapitelweise wechselnden Perspektivansichten, von Elias und Laia, die eine fortlaufende Geschichte erzählen. Interessant sind die orientalischen Mythen die nebenbei in die Geschichte mit eingeflochten werden. An der ein oder anderen Stelle hätte ich gerne mehr über die anderen Personen erfahren und vielleicht eine bisschen bessere Beschreibung der Umgebung gewünscht.

"Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken" ist für jeden Leser etwas, der Panem geliebt und vor so mancher Gewalt nicht zurück schreckt. Die Reihe um Elias  und Laia ist vielversprechend. Ich bin schon auf die Fortsetzung gespannt.



Links zum Buch:
one - Verlag by Lübbe: "Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken"
Amazon: "Elias & Laia - "Die Herrschaft der Masken"

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