Im Namen der Kirche von Peter Montalin

26.06.2014 17:58

Inhalt:
Schonungslos zeigt der Schweizer Autor die Kehrseite kirchlichen Wirkens. Gottesmänner, die sich zu Bestien entwickeln und die ihnen anvertrauten Jugendlichen schonungslos missbrauchen. Die Kreativität, die sie dabei im Vertuschen ihrer schrecklichen Taten entwickeln, kennt keine Grenzen.
(Inhaltsangabe Lovelybooks; "Im Namen der Kirche" v. P. Montalin)

Meine Meinung:
Das schockierende Thema des Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche, ist das Hauptthema dieses Thriller. Dies ist mit Sicherheit keine eine einfache Kost.

Peter Montalin schafft es mit seinem präzisen, knappen, berichtsartigen Schreibstil den Leser von der ersten bis zur letzten Seite gefangen zu nehmen.  Dieser Art von Schreibstil hilft das grausame Thema des Kindesmissbrauch besser "zu verdauen". Leider finde ich den einen oder anderen Handlungssprung nicht so richtig gelungen. 

Die Hauptcharktere Sue und Dominik, Andreas und Michelle  sowie Rosie und Gregory finde ich größentteils recht gelungen, auch wenn mir ihre Liebe  etwas zu schnell ging und etwas zu oberflächlich dargestellt wurde. Nur mit der guten Sue hatte ich ärgere Probleme. Für mich ist sie eine, von Daddy verzogene junge Frau, die es durch Geld und Beziehungen schafft massgeblich, die Handlungen zubestimmen und Schwirigkeiten zu glätten. In diesen Handlungen sehe ich auch die größte Schwäche.

Alles im Allem war der Roman "Im Namen der Kirche" ein guter, solider Triller, der die Machtposition der katholischen Kirche verdeutlicht und sich dem Thema Missbrauch von Schutzbefohlen objektiv, sachlich aber nicht ohne Feingefühl annimmt. Und nicht ganz ohne Humor.


Meine Empfehlung:
"Im Namen der Kirche" kann ich denjenigen empfehlen, für diejenigen, die auch bei der "Millenium -Triologie" mitgefiebert haben. Und mit harten gesellschaftlichen Themen und kein Problem haben.