Iris Berben über ihr Liebe zu Jerusalem - Eine Lesung

08.10.2015 14:25

Hallo ihr lieben Leseratten,
erst einmal entschuldigen das ich länger nichts gepostet habe. Das liegt vor allem daran das ich am 1. Oktober mit meinem Studium (Jüdische Studien und Religionswissenschaften) begonnen und zu gleich hat mich eine fiese Erkältung erwischt.

Jüdische Studien ist eine sehr gute Überleitung zu der Lesung von Iris Berben im Kulturkaufhaus Dussmann. Dussmann habe ich euch bereits früher einmal vorgestellt. Am 28.09.2015 hat Iris Berben ihr neustes Buch vorgestellt. Dieses ist in Zusammenarbeit mit Tom Krausz entstanden. Mit dem verheißungsvollen Namen „Jerusalem - Menschen und Geschichten einer wundersamen Stadt“, erschienen bei Corso. Das Buch ist ein Reisebericht, der sich durch Fotografien von Tom Krausz und Begleittexten von Iris Berben.
Wir waren eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn vor Ort und bekäme einen Schlag, die Lesung war so gut besucht das im Erdgeschoss noch eine Leinwand aufgebaut wurde, damit die Gäste die unten bei der Kulturbühne keinen Platz mehr bekommen haben trotzdem der Lesung folgen konnten. Mit ein wenig Glück und einen geübten Dackelblick durfte ich und meine Begleitungen doch runter zur Bühne.

Kaum habe ich einen Platz gefunden ging es auch schon los. Der Chefredakteur des Zeitmagazins Christoph Amend lud die bekannte deutsche Schauspielerin, mit einem Publikumsapplaus, die Bühne zu betreten. Nach einer kurzen Begrüßung ging es auch schon nach Jerusalem, der Moderator Amend lenkte das Gespräch auf die erste Reise Berbens in die heilige Stadt 1968. Sie erzählt daraufhin wie sie die Schule geschmissen hat um Stadt der Juden, Christen und Moslems nach dem 6 Tage Krieg wieder mit aufzubauen. Und vor allem um Antworten zu finden, zu den Fragen die ihr in der Schule nie beantwortet wurden. Eine Gänsehaut bekam ich als davon erzählt hat, wie es für sie war „Im Land der Opfer“, wenn man selbst aus dem „Land der Täter“ kommt und einer alten Jüdin die das Konzentrationslager überlebt hat und Iris Berben ihre Geschichte erzählt hat.
Dann folgte der erste Leseabschnitt, der durch die zwei Gedichte ergänzt wurde. Um dann zum zweiten Teil der Lesung die sich mit den siebziger Jahren der Zeit in Jerusalem beschäftigte. Die Autorin erzählt von Parties am Strand und von der Idee der Kibbuz. Immer wieder erzählt die Schauspielerin von den religiösen Geist der die Stadt durchzieht. Und vor allem von den verschieden Menschen, egal welcher Religionszugehörigkeit, sondern von der Herzlichkeit der Menschen und der Vielfalt.
Im dritten und letzten Teil der Lesung ging es um das Jerusalem der Gegenwart. Eine Stadt die sich nach meinem Eindruck nur schwer in die Moderne einfinden kann, zumindest wenn man Iris Berben und Christoph Amend glauben darf.

Als Fazit lässt sich für mich über diesen Abend sagen, Iris Berben hat eine großartige Vorleserstimme und aus jedem ihrer Sätze klang die Liebe zu Jerusalem, aber das freie Sprechen wirkte etwas holperig, vielleicht auch ungewohnt. Vielmehr bedauere ich das man die so tollen Bilder von Tom Krausz nicht im Hintergrund hat laufen lassen. Aber sonst ist es ein tolles Erlebnis gewesen, besonders für Religionsinteressierte und Jerusalem Begeisterten wie mich.

 

Links zum Artikel:
Amazon: "Jerusalem - Menschen und Geschichten einer wundersamen Stadt"
Der Verlag: Corso Verlag
Corso Verlag: "Jerusalem - Menschen und Geschichten einer wundersamen Stadt"
Dussmannartikel: "Bücher erleben im Kulturkaufhaus Dussmann"