Memories to do - Allies Liste

13.01.2017 10:24

Wie ich zu diesem Buch gekommen bin ist eigentlich ganz einfach, ich habe es am Drachenmond- Stand, auf der Buch Berlin 2016 entdeckt und musste es einfach mitnehmen.
‚Memories to do‘ ist im Juli 2016 im Drachenmond Verlag erschienen und hat als Taschenbuch 296 Seiten.

 

Inhalt:
Als Allie aus dem Koma erwacht, erkennt sie ihren 2-jährigen Sohn und ihren Ehemann nicht mehr. Durch eine besondere Form der Amnesie sind 17 Jahre ihres Lebens ausgelöscht. Im Kopf und im Herzen ist noch ein Teenie, aber ihr Körper ist der einer 34-jährigen Frau. Ihr Jugendfreund Luis ist ihr aus ihren Erinnerungen noch geblieben. Gemeinsam mit ihm beginnt sie sich auf eine Reise um ihre Vergangenheit wiederzufinden aber wird es auch eine Reise in ihre Zukunft sein?

 

Meine Meinung:

Um ehrlich zu sein bin ich bei diesem Roman gespaltener Meinung. Es gibt Aspekte welche mir sehr gut gefallen haben, aber auch welche die mir nicht so zugesagt haben.
Um dafür zu sorgen, das ihr nur das Positive in Erinnerung behaltet, beginne ich mit den weniger guten Punkten. Irgendwie hatte ich das Gefühl, die Autorin hat sich in ihrer Geschichte verloren. Besonders in der zweiten Hälfte des Romans ist ihr gelegentlich der rote Faden entglitten. Es gibt so manche Stellen, wo sich ein weiterer Handlungsstrang anbahnt, der jedoch kaum aufgegriffen wird oder der Fokus verrutscht. Für mich entstand so eine Oberflächlichkeit, die mich beim Lesen streckenweise sehr ermüden ließ. Ein paar Seiten mehr hätte der Geschichte sehr gut getan, so wäre vielleicht noch etwas mehr Tiefe entstanden.

Nur meckern ist ja auch unfair, darum kommen wir nun zu den Punkten, die den Roman zu etwas besonderes machen. Der Anfang hat mich umgehauen, im allerersten Moment wusste ich so gar nicht wohin die Geschichte mit mir will. Besonders in der ersten Hälfte hatte ich mit so mancher Wendung nicht gerechnet. Die Grundidee einer Amnesie lässt die Geschichte zu etwas besonderes werden.Mir als Leser hat sie gezeigt wie wichtig und wertvoll Erinnerungen sind. Man spürt wie sehr sich Linda Schipp mit dieser Thematik auseinander gesetzt hat.
Nicht nur an den Protagonisten merke ich wieviel Herzblut die Autorin in ihr Werk gegeben hat. Dieses Herzblut lässt Allie und Luis strahlen. Die Beiden sind anders gezeichnet als ich es von der Inhaltsangabe her vermutet habe, sehr erwachsen und reif. Mir sind sie echt ans Herz gewachsen. Obwohl ich von Luis gerne noch mehr erfahren hätte.

 

Für alle Sparks-Leser wird ‚Memories to do‘ genau der richtige Roman für graue Wintertage sein. Für mich wird es nicht das letzte Buch von Linda Schipp sein.

Links zum Buch:
Drachenmond Verlag:
Memories to do
Genialokal: ‚Memories to do