„Mögen deine Hände niemals schmerzen - Iran eine verbotene Liebe“ von Bruni Prasske

10.10.2015 13:56

„Mögen deine Hände niemals schmerzen“ ist schon etwas älter. Ich persönlich habe mir das Buch ausgeliehen, vielen lieben Dank. Aber nichts desto trotz hat es der Reiseroman verdient hier vorgestellt zu werden. Mein Exemplar ist 2002 bei Hoffmann und Campe erschienen.

Inhalt:
Eine junge Deutsche bereist den Iran und entdeckt dabei ein Land voller Gastlichkeit, fremde Kulturen, mystische und tiefbeeindruckende Landschaften. Der Iran wird als Land seiner Menschen und nicht als Land seiner Politik beschrieben.

Meine Meinung:
„Mögen deine Hände niemals schmerzen“ ist eine typisch iranische Wunschformel oder auch Grußformel, diese typische Art der Iraner ihre Gäste zu begrüßen oder zu verabschieden, begleitet den Leser durch das gesamte Buch. Die Autorin Bruni Prasske erzählt in diesem autobiografischen Reisebericht, von ihren beiden Reisen in den Iran, 1992 und 1997. Natürlich spiegelt das Buch nicht die heutige Situation im Iran wieder, aber es zeigt etwas sehr viel wichtigeres den Wunsch der Menschen nach Freiheit, nach Menschlichkeit und nach dem Bedürfnis der Individualität.
Das Buch erzählt von den Geschichten der Familien, deren Söhne Fern im Exil leben müssen. Bruni Prasske besucht in der ersten Reise diese Familien erfährt was es bedeutet zu den Verfolgten zu gehören. Diese Begegnungen und Geschichten sind es die das Buch zu etwas sehr besonderen machen. Der Leser erlebt keine klassischen Vorurteile sondern Menschen, die bunt lebendig sind. Sie haben Wünsche, Träume und Hoffnungen. Auch die Beschreibungen von Tradition, Kultur und Landschaften, werden farbenfroh und einfühlsam beschrieben.
Der Schreibstil hat mich regelrecht in das Buch gesogen. Ich habe die Reise vor meinem inneren Auge von der ersten bis zur letzten Situation mit verfolgen können, die bunten Märke riechen, schmecken und hören können. Das ein oder andere mal glaubte ich die heiße Sonne zu spüren und die Blicke derer, die mich neugierig als Fremde erkannten.

Das Buch „Mögen deine Hände niemals schmerzen“ leistet für mich einen wichtigen Beitrag, zum Verständnis gegenüber anderer Länder und seiner Menschen. Dies ist besonders in heutigen Zeit mehr als nötig. Ich kann nur jedem Menschen, der wert darauf legt Bücher fern ab von jeglichen Vorurteilen, zu lesen, dieses Buch ans Herz legen.

 

Links zum Buch
Amazon: "Mögen deine Hände niemals schmerzen" (Das Buch gibt es leider noch gebraucht, eine Neuauflage ist ab Herbst 2015 geplant)
Autorenseite: Bruni Prasske