„Nighschool“ - „Der den Zweifel sät“ von C. J. Daugherty

12.01.2016 17:54

Den ersten Band der „Nightschool-Reihe“ hat mir richtig gut gefallen, so war es klar das ich auch den zweiten Teil lesen muss. Auch dieser Teil ist 2013 bei Oetinger (HC) erschienen und hat 464 Seiten (Inklusive Leseprobe und Buchvorschläge). Dieser Teil ist Bestandteil der „CandyBooks Challenge 2016, Aufgabe 7 (Lakritze: Lese ein schwarzes Buch!).

Inhalt:
Allie kehrt nach einer rasanten Verfolgungsjagd nach „Cinemeria“ zurück. Dort ist sie nun ein Mitglied der „Nightschool“. Nicht nur in der „Nightschool“ läuft nicht alles glatt, sondern auch in ihrem Privatleben muss sich mit schwierigen Ereignissen herumschlagen. Allem voran ihr Gefühlschaos gegenüber Sylvain und Carter. Als wäre das alles nicht genug taucht Allie´s verschollener Bruder Christopher auf. Allie wird in einem Strudel zwischen Liebe und Hass, Gegenwart und Vergangenheit gestürzt. 

Meine Meinung:
Wo ist bitte meine geliebte „Kick-Ass-Allie“ geblieben? Diese Frage lief mir während das gesamten Lesens in Leuchtschrift durch den Kopf. Anstatt der taffen Allie, begegnet mir ein Mädchen, das gefangen ist in einem Liebesdreieck mit wenig Durchsetzungsvermögen und noch viel weniger nachvollziehbaren Handlungen. Grade was Sylvain angeht, wer Band Eins gelesen hat, der weis was ich meine. Aber auch im Rahmen der „Nightschool“ verhält sich Allie sehr merkwürdig, nicht nur einmal dachte ich: >>Allie, das machst du jetzt nicht wirklich.<<. Dies ist besonders Schade, da ich sie als einen starken, unverfälscht Charakter kennen gelernt habe.
Nicht nur Allie, ihr Handeln und das unnötige Liebesdreieck hat mich gestört, sondern auch das von Teil Eins offene Fragen, nur nebenbei abgehandelt werden. Dies wäre für mich ja auch ok gewesen, wenn dieser Teil sich mit Rätseln und Geheimnissen überschlagen würde. Leider tut er dies nicht, eher im Gegenteil bis auf ein paar kleine Ausnahmen, wird es erst zum Ende hin richtig interessant.
Es gab auch paar positive Punkte. So ist der Schreibstil sehr leicht und flüssig zu lesen. An der einen oder anderen Stelle habe ich doch sehr geschmunzelt. Und an einigen wenigen Stellen sogar mitgefiebert. Stück für Stück lernt der Leser auch alle anderen Personen besser kennen, und nicht grade selten fragt man sich: >>Wer ist es?<<.
„Der den Zweifel sät“ hat mich mit gemischten Gefühlen zurück gelassen. Auf der einen Seite bin ich sehr enttäuscht von Allie und dem Liebeswirrwarr und andererseits liebe ich immer noch die Idee dahinter, „Cinemeria“, seine Geschichte und Verflechtungen. Aber auch der Schreibstil fesselt mich. Ich werde die Reihe weiterlesen, aber sie hat nicht mehr so hohe Priorität, wie nach dem ersten Teil. Jeder der wissen möchte was sich hinter dem Internat verbirgt der sollte es lesen.

 

Links zum Buch:
Oetinger: „Der den Zweifel sät
Amazon: „Der den Zweifel sät
Rezension: „Du darfst keinem trauen
Book-Challenge: „CandyBook Challange 2016