Rebell - gläserner Zorn von Mirjam H. Hüberli

05.05.2017 10:43

Der Drachenmond Verlag zählt zu meinen liebsten Verlagen und ich lese alles gerne, nur dieses mal hatte ich einen absoluten Flop, leider. Etwas eigenartig war es schon ich habe mein Jahreshighlight mit ‚Das Labyrinth der Lichter‘ beendet und direkt im Anschluss habe ich meinen Jahresflop gelesen, leider. Mit 260 Seiten ist das Buch ja auch eher dünn.

 

Inhalt:
Willow Parker entdeckt eine Traumwelt, die schon sehr alt zu sein scheint. Eigentlich dachte sie immer, sie sei ein ganz normales Mädchen (Außer das sie ihr eigenes Spiegelbild in anderer Menschen Augen sieht.), aber dann verändert ein Ereignis alles.

 

Meine Meinung:
Wie bereits oben erwähnt handelt es sich bei ‚Rebell‘ voraussichtlich um meinen Jahresflop. Dies hätte ich bei dieser wunderschönen Gestaltung, vor allem die Zeichnungen hatten es mir angetan, aber auch die vielen positiven Stimmen haben mich zum Kauf verführt.
Bereit die ersten zwei Kapitel haben mich böses ahnen lassen. Willow stellt sich als total dummes, sehr naiver, flattriges Mädchen vor. Ihre Gedanken Gedanken bleiben viel eher bei einem türkisfarbenen Kleid hängen und wie toll es ihr steht, immer in Anspielung auf ‚Sex and the City‘. Weil sich die Gute für Mrs. Bradshaw hält braucht sie natürlich auch ihren Mr. Big, mit Namen Noah. in der ersten Hälfte passiert dann leider auch nicht viel mehr.
Zu Beginn der zweiten Hälfte scheint es kurzeitig etwas besser zu werden, dieser Eindruck täuscht aber nicht über die groben Schnitzer hinweg. Wer es liebt ausgeklügelte Worldbuildings zu haben, der wird von diesem Buch schwer enttäuscht werden. Die ‚andere Welt‘ wird eigentlich gar nicht erklärt. Und meine Hoffnung, dass Willow und der geheimnisvolle Bo sich weiterentwickeln und vielleicht do noch etwas tiefsinniger werden löste sich sehr schnell in Luft auf. Für entstanden so Situationen, welche total unverständlich und unlogisch waren. Im Allgemeinen war die Handlung sehr sprunghaft.
Das ein oder andere mal hatte ich beim Lesen das Gefühl, ich lese eine Rohfassung, in der Szenen nur teilweise Ausgearbeitet worden. Vielleicht wären einfach mehr Seiten besser gewesen, damit sich ein vernünftiger Spannungsbogen aufbauen kann, denn so habe ich das Buch zugeschlagen und wusste am Ende nicht wirklich mehr als zu Beginn.
Ein paar Worte zur Sprache. Sie ist leicht, rosakietschig, mit sehr vielen Einschüben, die leider allzu oft Willows mangelnde Intelligenz hervorhebt.

‚Rebell‘ kann ich leider gar nicht weiterempfehlen. Auch von weiteren Büchern der Autorin werde ich erst einmal Abstand nehmen.

 

 

 

Links zum Buch:
Drachenmond Verlag: ‚Rebell - gläsernder Zorn
Genialokal: ‚Rebell - gläsernder Zorn