Somnambul: Gefährte der Nacht von Stephanie Nailik *E-Book*

11.02.2015 18:16

Vielen lieben Dank dem Feelings-E-Book-Verlag für das wunderbare Rezensionsexemplar. "Somnambul: Gefährte der Nacht" ist im Mai 2014 erschienen und  hat 601 Seiten.

Inhalt:
Die junge Kunsthistorikerin Eliza lernt bei ihrer Arbeit in Wien den interressanten Valeriu kennen und lieben. Dieser scheint etwas vor Eliza zu verbergen. Der Druck auf die beiden wird immer größer, als Valeriu seine Vergangenheit ein zuholen beginnt und eine rätselhafte Selbstmordserie Wien erschüttert.

Meine Meinung:

Somnambul ist ein sehr gelungener Debütroman, der Lust auf mehr macht. Nicht nur einmal habe ich die im Roman beschriebenen Bilder nachgeschlagen, um mir die eindrucksvollen Beschreibungen deer Autoren noch einmal bildlich vor Augen zu führen.  (Ich glaube fast ich habe während des gesamten Romans mehr über Kunst gelernt, als während meiner Schulzeit) Stephanie Nailiks Schreibstil ist flüssig und eingängig, sowie an den richtigen Stellen etwas antiquiert.  Die Protagonisten sind alle etwas eigen, trotzdem größtenteils sehr liebenswert.
Leider haben mir zwei Kleinikeiten nicht ganz so gut gefallen. Warum muss Eliza so einen Marken und Modesplin haben, dieses fand ich an vielen Stellen einfach nur übertrieben und unnötig. Mich interessiert die Modemarke nur dann, wenn sie wichtig für die Handlung ist, Eliza ist eine so starke Protagonisten sie braucht den Fimmel nicht. Die zweite Sache die mir aufgefallen ist, die rasante Handlung ist manchmal etwas zu dicht gedrängt, grade wenn es um den Schluss geht. Durch das Zusammendrängen wirken so manche Charactere etwas oberfläch, gerne hätte ich noch mehr über Valerius Lebensgeschichte erfahren, und auch  die Geschichten aller anderen Charaktere.
"Somnambul: Gefährte der Nacht" ist sehr ein gelungener Roman, der einen völlig in die Welt von Eliza und Valeriu abtuchen lässt und in dem man anmerkt wie sehr die Autorin die Kunst und Literatur liebt. Ich hoffe inständig, das es noch einen zweiten Teil gibt. Auf jeden Fall werde ich aber Stephanie Nailik im Auge behalten