Straßensymphonie von Alexandra Fuchs

30.06.2017 10:47

‚Staßensymphonie‘ habe ich mir mal als Ebook in einem Kindledeal gekauft. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur positive Stimmen vernommen. Das Ebook und das Printbuch haben 376 Seiten und sind im August 2016 im Drachenmond Verlag erschienen.

 

Inhalt:
Nachdem für die Gestaltwandlerin Kat eine Welt zusammen gebrochen ist, als ihr Vater gestorben ist, hat sie auch der Musik abgeschworen. Bis eines Tages Levi mit seiner Band auftaucht. Zu allem Überfluss ist Levi´s Tier ein Hund, was der Katze in Kat so gar nicht passt. Zusammen mit der Band „Night Circus“ macht sich Kat auf den Weg in ihr größtes Abenteuer.

 

Meine Meinung:
Ich muss zugeben ich freute mich schon sehr auf dieses Buch. Die ersten Kapitel begannen auch gleich recht vielversprechend. Kat schien mir sympathisch zu sein und die Geschichte mit ihrer Gestaltwandler- und Musikthematik versprach etwas besonderes zu werden. Ich fühlte mich sofort wohl in der Heimat von Kat und hoffte darauf mehr von der Welt der Gestaltwandler zu erfahren.
Was mir gleich zu Anfang auffiel waren die gewollt witzigen und sehr langen Kapitelüberschriften. Ich gewöhnte mir deshalb schnell an diese zu überlesen.
Da es sich wie bei vielen Drachenmondbüchern auch hier um eine Märchenadaption handelt, war ich auch schon ganz gespannt wie das Märchen hier verarbeitet wurde. Um welches Märchen es geht möchte ich euch an dieser Stelle nicht verraten, dies würde der Handlung zu viel vorwegnehmen. Im Bezug zu dem Märchen viel mir aber auf, das Alexandra Fuchs einwenig dazu neigt, die Handlung nachzuerzählen. Dies führte unweigerlich dazu, das die Geschichte in der Mitte des Buches bereits erzählt war. In der zweiten Hälfte hatte ich das Gefühl die Autorin schiebt eine zweite Story hinterher, mit der sie erst einmal erklären muss was an ihren Protagonisten so besonders ist und was das besondere an der Welt der Gestaltwandler ist.
Leider ist es der Autorin nicht gelungen mir dieses Besondere näher zu bringen. Am Ende stellte sich für mich die Frage hätten es nicht auch ‚normale‘ Menschen auch getan und wo ist das tolle Musicfeeling vom Anfang geblieben.
Mein größtes Sorgenkind ist und war eigentlich Kat. Sie hat sich von dem netten, sympathischen Mädel mit Ecken und Kanten zu einer Karikatur ihrer Selbst entwickelt, die nur noch an Kaffee, ihre Unsportlichkeit und ihren tollen Freund denken kann. Hinzu kommt das sie ich reichlich jammert und wenig Verantwortung übernimmt. Der sehr seichte Schreibstil tat sein übriges.
Nichtsdestotrotz gab es die eine oder andere Wendung, die mir recht gut gefiel.

‚Straßensymphonie‘ hat noch sehr viel Luft nach oben, trotzdem war die Idee gut. Vielleicht werde ich irgendwann einmal den zweiten Teil lesen.

 

 

 

Links zum Buch:
Drachenmond Verlag: ‚Straßensymphonie
Genialokal: ‚Straßensymphonie