Berlin wird zur Zeilenhauptstadt

"Zwei für immer" von Andy Jones

04.02.2016 13:22

Ich wurde vom Aufbau-Verlag gefragt ob ich das Buch lesen möchte. Nach den ersten fünf Zeilen wusste ich, dass ich das ich den Roman lesen möchte. Vielen, vielen Dank für das zur Verfügung stellen. Erschienen ist es im Januar 2016 im Rütten-und-Loehning-Verlag (Dieser gehört zur Aufbau-Verlagsgruppe), mit 432 Seiten, als Paperback mit Klappbroschur.

Inhalt:
Für Fisher ist es Liebe auf den ersten Blick, als er Ivy kennen lernt. Er ist damit beschäftigt diese besondere Frau kennen zu lernen, als Ivy ihm gesteht, dass sie von Fisher schwanger ist. Als ob diese alles verändernde Nachricht nicht schon genug ist, muss er sich noch um seinen schwerkranken besten Freund El kümmern.
Kann es gut gehen, wenn aus einer Verliebtheit, gleich eine Familie wird?

Meine Meinung:
Ich hatte hohe Erwartungen an das Buch und es hat meine Erwartungen weit übertroffen.
„Zwei für immer“ ist ein Liebesroman, ohne jeglichen Kitsch und Schnörkel.
Was besonders daran liegt das die komplette Handlung aus der Perspektive von Fisher geschrieben. In der Ich-Perspektive verfolgen wir seine Gedanken, diese wirken wie ein Strom. Dabei drehen sich seine Gedanken nicht nur um Ivy und die Schwangerschaft. Immer wieder drehen sich seine Gedanken um die Ängste, und Hoffnung, die ein neuer Lebensabschnitt mit sich bringt. Dabei ist es nicht selten, das seine Gedanken typisch männlich sind ohne dabei die benötigte Zartheit vermissen zu lassen,
Fisher ist ein Charakter, der manchmal auf eine liebenswürdige Art tollpatschig wirkt. Oft verhaspelt er sich in ein Netz aus Stolperfallen. Erst mit der Hilfe von Ivy schafft er es diese zu umgehen. Aber wer jetzt denkt das Ivy, die eine überperfekte Frau ist, der irrt sich gewaltig. Grade Ivy hat ihre Ecken und Kanten, die nicht nur physisch sichtbar sind. Und dann ist da noch El, der schwerkranke beste Freund von Fisher. Gezwungen durch El´s Krankheit muss Fisher Stück für Stück Abschied von El nehmen. Einigen der Charaktere würde ich gerne mal persönlich treffen. Mit Fisher würde ich gerne mal in einem Pub die Nacht durch erzählen. Mit Ivy würde ich mich gerne einmal über Bücher austauschen und mit El hätte ich gerne einmal ein Museum besucht.
Die Zwei ist Ausschlag gebend für den Roman, zwei Menschen, die frisch in einander verliebt, zwei Menschen, die von einander Abschied nehmen müssen, und zwei Menschen, die lernen müssen miteinander zu leben und einander kennen zulernen.
In ganzen Roman gibt es keine einzige Figur deren Existenz überflüssig zu sein scheint, auch wenn es im ersten Moment den Anschein haben mag. Manchmal sind es kleine Dialoge, Handlungen oder Ratschläge, die diese Figur in einem anderen Licht erscheinen lassen. Alle Figuren habe ich in mein Herz geschlossen und es fällt mir sehr schwer sie los zu lassen.
Der Schreibstil von Andy Jones ist dabei sehr gradlinig, direkt und hält sich nicht mit unnötigen Beschreibungen auf, obwohl hier und das auch mal etwas in Klammern stehen kann. Mit sehr viel Witz, Charme, Humor und ein paar Tränen schafft er es den Leser zu fesseln. Sogar über diesen Lesegenuss hinaus, ist mir dieser außergewöhnliche Liebesroman nicht mehr aus den Kopf gegangen. „Zwei für immer“ ist jetzt schon ein Jahreshighlight 2016 für mich.

Eine Geschichte mit unperfekten, perfekten Charakteren und einem erfrischenden Schreibstil, einfach lesen!

 

Links zum Buch:
Aufbau-Verlag: „Zwei für Immer

Amazon: „Zwei für Immer

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