Die Perlenschwester von Lucinda Riley

19.01.2018 12:18

‚Die Perlenschwester‘ ist der vierte Teil, der Sieben-Schwestern-Reihe der Autorin.
Über 608 Seiten hinweg begleiten wir CeCe, die vierte Adoptivschwester. Der Roman erschien im Oktober 2017, als gebundene Ausgabe.

 

Inhalt:
Die Suche nach ihren Wurzeln führt CeCe nach Australien zu Kitty Mercer, einer Schottin, die vor über 100 Jahren in Australien gelebt und mit Perlen gehandelt hat. Ihre Spurensuche führen die junge Frau in die magische Kunst der Aborigines ein und auf ihren eigenen Weg.

 

Meine Meinung:
CeCe ist die Eine von sechs Schwestern, auf die ich mich seid dem ersten Band sehr freue. Ihre eigensinnige Art und Weise, sowie ihre enge Verbundenheit mit ihrer Schwerster Star, deren Geschichte wir im dritten Band ‚Die Schattenschwester‘ erfahren, machen CeCe zu einer mysteriösen Schwester. CeCe ist für mich eine der stärksten Figuren von Lucinda Riley im Allgemeinen. Ich mochte sie und ihre Art sofort, konnte ihre Ängste und Hemmungen nachvollziehen.
Wie in den Vorgängerromanen spielt auch dieser auf zwei Zeitebenen. Die Protagonistin in der Vergangenheit ist Kitty Mercer, umständehalber ist sie gezwungen sich ein Leben in Down Under aufzubauen und einen Perlenfischerhandel zu führen. Kitty steht in meiner Sympathiescala CeCe kaum nach. Allerdings hatte ich beim Lesen das Gefühl, die Geschichte von Kitty passt nicht recht zu ihr. Ihre Stärke und Besonderheit kommt nicht so recht zum Ausdruck. Auch wenn ich einiges neues über Australien gelernt habe, habe ich mich doch immer mehr auf CeCe’s Part gefreut. Vor allem freute ich mich darauf etwas mehr über die Aborigines zu lernen und wurde diesbezüglich nicht enttäuscht. Irgendwie geht es auch ein wenig mit der Geschichte um Pa Salt weiter, was mich freute.
Wer Lucinda Riley’s Bücher kennt der weiß, dass es immer große Lovestories gibt. In diesen Roman wurde ich diesbezüglich etwas enttäuscht. Ähnlich wie in der Sternenschwester, gibt es auch hier eine LBGTQ-Lovestory, die aber wieder relativiert wird, in dem eine Figur eine Rolle spielt, die eigentlich sonst nichts weiter zur Handlung beiträgt, als die Lovestory zu relativieren. Ich persönlich finde dies eher traurig. Grade für CeCe tut es mir leid…. Warum dieser junge Mann überhaupt mitgespielt, mit seiner Geschichte hätte man ihm vielleicht eher ein eigenes Buch widmen können.
Sprachtechnisch ist die Autorin ihrem Stil treu geblieben und bescheren dem Leser einige gemütliche Lesestunden.
‚Die Perlenschwester‘ erzählt die Lebensgeschichten zweier starker Frauen, deren Geschichte nicht so richtig zu ihnen zu passen scheint. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf die fünfte Schwester Tiggy.

 

Goldmann Verlag: ‚Die Perlenschwester
Genialokal: ‚Die Perlenschwester
Rezension: ‚Die Schattenschwester